Man enough to care - Gemeinsam sind wir stärker
Shownotes
Wie können Männer für den Feminismus gewonnen werden und was muss sich strukturell ändern?
Zitat der Folge
»Das Patriarchat wird getrieben von Männern. Das ist nicht eine abstrakte Macht, eine abstrakte Energie, die in der Luft schwebt, sondern das Patriarchat ist die Macht der Männer. […] Und deshalb ist es sehr, sehr wichtig, eben die Strukturen an sich zu ändern und da, wo es nötig ist, auch über Abschaffung zu sprechen.«
Emilia Roig, Autorin und Politologin
Episodenbeschreibung
Seit 1910 protestieren Frauen am 08. März für Gleichberechtigung - aber wo bleibt die männliche Solidarität? Gleichstellung ist kein „Frauenthema“ – sie geht uns alle an. Feminismus braucht Männer. Und Männer brauchen Feminismus. Auf dem Symposium MAN ENOUGH TO CARE wurde in der Heinrich-Böll-Stiftung kontrovers diskutiert, wie Männer für Gleichberechtigung gewonnen werden können und welchen Schaden der Backlash verursacht. Auf der Bühne waren unter anderem Professorin Dr. Jutta Allmendinger oder Robert Stadlober. Es wurden aber auch konkrete Vorschläge und Vorbilder gezeigt, die all das schon umsetzen, ob in der Schule, im Kinderzimmer oder auf staatlicher Ebene.
Kapitel mit Zeitmarkierungen
• (00:00) – Einführung: Wo sind die Männer?
• (02:25) – Stand der Gleichberechtigung
• (07:46) – Was haben Männer vom Feminismus?
• (12:04) – Was Männer tun können
• (13:30) – Was muss gesellschaftlich passieren?
• (17:31) – Positive Vorbilder
• (19:00) – Backlash und Retraditionalisierung
• (23:11) – Gleichstellung im Kinderzimmer
• (26:06) – Fazit
Unsere Expert*innen
Teresa Monfared • Mitbegründerin Bühnenmütter e.V.
Prof. Dr. Jutta Allmendinger • Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung, Humboldt-Universität zu Berlin
Jens van Tricht • Autor und Berater
Robert Stadlober • Musiker und Schauspieler
Fikri Anıl Altıntaş • Autor
Emilia Roig • Autorin und Politologin
Gianni Jovanovic • Autor und Künstler
Tobias Ginsburg • Journalist, Theaterregisseur und Autor
Sascha Verlan • Berater, Autor und Regisseur
Autorin der Folge: Emily Thomey
Host: Jule Eikmann
Hintergründe auf boell.de
• Symposium der Heinrich-Böll-Stiftung zum Weltfrauentag: [🔗 https://www.boell.de/de/symposium-8-maerz-man-enough-to-care]
• Afrikas Wachstumsraten blenden unbezahlte Care-Arbeit von Frauen aus: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/02/26/afrikas-wachstumsraten-blenden-unbezahlte-care-arbeit-von-frauen-aus]
• Feminismus heißt auch: Landwirtschaft verändern: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/03/06/feminismus-heisst-auch-landwirtschaft-veraendern]
Weiterführende Artikel und Quellen
• Website des Bundesverband Equal Care: [🔗 https://equalcareday.org/]
• Website Male Feminists Europe: [🔗 http://www.male-feminists-europe.org/]
• HeForShe Bewegung der UN Women: [🔗 https://unwomen.de/heforshe/]
• Website Emancipator (EN): [🔗 https://emancipator.nl/]
• Wesite MenEngage Alliance (EN): [🔗 https://menengage.org/]
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Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Mandy und Jule jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
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Grafik: Heinrich-Böll-Stiftung. All rights reserved
Transkript anzeigen
00:00:03: Wo sind eigentlich all die
00:00:05: tollen Männer,
00:00:06: die sich aktiv am feministischen Diskurs
00:00:08: beteiligen?
00:00:09: Die Verantwortung übernehmen.
00:00:11: Die wissen, Feminismus hat nichts mit Verlustgeschäften zu tun!
00:00:15: Wo sind sie eigentlich?
00:00:16: und warum hören und sehen
00:00:18: wir die eigentlich so
00:00:19: wenig?!
00:00:21: Und wo gibt es eigentlich Orte des Austauschs, die auch Männer
00:00:24: versammeln
00:00:25: Teil dieses Wandels zu werden?
00:00:28: Fast scheint es ja das größere Tabu zu sein dass ein Mann sich feministisch nennt
00:00:31: als das eine Frau in Lohn für gleiche Arbeit bekommt.
00:00:34: Wo sind sie eigentlich all die tollen Männer?
00:00:37: Das fragt Theresa Monferret vom Verein Bühnenmütter, einer der Organisatorinnen der Veranstaltung zum Weltfrauentag am achten März in der Heinrich-Böll Stiftung und sie sagte auch es gäbe so viele Kundgebungen Arbeitsgruppen, FinkTanks zum Thema Gleichberechtigung aber meistens sein vor allem flinter Personen anwesend bei Flinta für Frauen, Lesben, Intergeschlechtliche, Nichtbinäre, Transgeschlechter und Agender-Personen steht.
00:01:06: Aber Gleichberechtigung geht uns alle an!
00:01:08: Deshalb war die zentrale Frage der Veranstaltung mit dem Titel Man Enough To Care.
00:01:13: Wir können Männer für den Feminismus gewonnen werden.
00:01:16: Was muss passieren damit wir endlich nicht mehr nur über Gleichberechthigung reden sondern sie tatsächlich stattfindet?
00:01:23: Am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft.
00:01:25: In den Parlamenten und all den anderen Institutionen unserer Gesellschaft?
00:01:30: Wie können wir dafür Sorge tragen dass Frauen nicht mehr fürchten müssen diskriminiert unterdrückt oder sogar Opfer von Femiziden zu werden?
00:01:38: Denn am Ende ist es Gleichberechtigung die unsere Demokratie stärkt.
00:01:42: Darüber sprechen wir jetzt.
00:01:43: ich bin Jule Eichmann herzlich willkommen!
00:01:55: Meine Kollegin Emily Toomey war bei Man Enough to Care dabei.
00:01:58: Hallo, Emily!
00:02:00: Was war dein erster Eindruck vom feministischen Kampftag in der Böllstiftung?
00:02:03: Eine
00:02:04: ziemlich gute Stimmung war vor Ort zu fühlen, würde ich sagen.
00:02:08: Die Sonne hat geschehen und es war so voll dass viele nicht mehr im Konferenzraum sitzen konnten sondern auf dieser großen Treppe davor Platz genommen haben Und die Veranstaltung wie viele andere Zuhause auch über den Bildschirm verfolgen konnten.
00:02:21: Männer waren auch dabei.
00:02:22: Familien auch Väter sind mit ihren Kindern gekommen und auf der Bühne war dann zuerst Jutta Allmendinger.
00:02:28: die hatte als Soziologieprofessor ein paar wichtige Fakten und Zahlen zum Stand der Gleichberechtigung Dabei.
00:02:35: fehlende Gleichberechtigung zeigt sich beispielsweise immer noch in der Bezahlung und damit auch Wertschätzung
00:02:49: von Arbeit.
00:03:01: weit über die Hälfte eine bezahlte Arbeit ist, während bei Frauen nur ein relativ geringer Teil, die bezahlte Arbeit ist.
00:03:10: Und ich gehe von einem dezidierten Tätigkeitskonzept aus.
00:03:14: für mich ist Arbeit immer Bezahltearbeit und unbezahlte Arbeit.
00:03:18: Ich sehe nicht das größere Anstrengungen mit dem einen oder mit dem anderen verbunden sind.
00:03:23: insofern Die Gesamtarbeitszeit ist für mich ein ganz ganz wichtiger Predictor und wie sich sozusagen die Verhältnisse von Gesamts Arbeitszeit bezahlt und ungezahlt über die Zeit ändern.
00:03:37: Sie ändern sich im Schneckentempo, aber wir sehen nicht dass sich das im Moment deutlich endet sondern eher... Das ist weiter eine Retraditionalisierung oder ein Backlash
00:03:48: gibt.".
00:03:49: Es ist also leider nicht besser geworden, sondern schlechter.
00:03:52: und das heißt ganz konkret wenn Kinder geboren werden reduzieren Frauen ihre bezahlte Erwerbsarbeit um sich um Kinder- und Haushalt zu kümmern während Männer ihrer Erwerbensarbeit meist sogar erhöhen.
00:04:05: Das heißt, wir haben bei Familien wo Kinder im Haushalt sind mittlerweile zwei Drittel der Arbeitszeit von Frauen unbezahlt und ein Drittel die Arbeitszeit für Männern unbezahlbar.
00:04:19: Die Spanne geht weiter nach oben.
00:04:22: Frauen übernehmen den sogenannten Mental Load, also sie organisieren was für die Kinder und den Haushalt alles bedacht werden muss.
00:04:28: Und dann führen Sie auch aus, was da anfällt Kochen Waschen Aufräum Putzen Einkaufen Kinder von A nach B bringen Arzttermine Kleidung kaufen und Kleidergrößen kennen Die Männer erinnern was zu tun ist und so weiter und sofort.
00:04:44: Und was für Folgen hat dieser Workload für die Frauen?
00:04:47: Dieser Frage hat sich unter Einmendinger auch gewidmet.
00:04:55: Belastungszahlen schauen, ein Hauptfaktor ist für dieses nach wie vor sehr ausgeprägte Phänomen der Burnouts.
00:05:03: Welches hauptsächlich Frauen haben.
00:05:06: und dieser Burnout das muss man auch sagen überträgt sich auf die Kinder weil diese Kinder es nicht besonders cool finden wenn ihre Mütter ständig gehetzt sind und genervt sind, tausende von Sachen gleichzeitig zu machen haben.
00:05:21: Und was auch nicht gut ist, dass damit natürlich immer wieder einhergeht, dass sich Mütter weder als gute Mütte noch ... als gute Erwarbstätige bezeichnen, sondern dass sie sich hin und her gerissen fühlen.
00:05:34: Und unter beiden Leiten entweder leiden Sie wenn sie Karriere machen darunter das ihnen eine schlechte Mutterrolle unterstellt wird oder wenn sie ne Mutter sind dann sehen sie diese bösen Tried Wives und machen nicht das was sie eigentlich mit ihren Potenzahlen in der Erwarbsarbeit erreichen könnten.
00:05:52: auch das ist natürlich etwas was Frauen zerreißt.
00:05:56: Eine Zahl, die gut zusammenfasst wie groß die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern ist hat Jutta Allmendinger zum Schluss noch gebracht als sie vom Gender-Pay-Gab sprach.
00:06:05: Dann haben wir im Westen Deutschlands bei neunzehntetvierundseipzig geborenen Frauen und ich muss auf vierundseipsig geborene Frauen gehen weil die schon so viel von ihrer Erwärbskarriere hinter sich gebracht haben dass wir gut ausrechnen können wie hoch das Lebenseinkommen sein wird hatten wir im westen einen Unterschied über eine Million Euro im Lebensverlauf.
00:06:28: Das muss ich noch mal wiederholen, eine Millionen Euro Unterschied zwischen Mann und Frau im Westen Deutschlands.
00:06:36: Das ist enorm!
00:06:37: Und die große Differenz ergibt sich aus dem Unterschied in der Bezahlung pro Stunde multipliziert mit dem Arbeitsvolumen also der meist geringeren Erwerbstätigkeit und den Unterbrechungen.
00:06:48: Natürlich zeigt sich das dann auch in den Unterschieden in der Rente.
00:06:51: Und wenn wir uns diese Fakten anschauen, ist auch klar dass die Idee das Frauen einfach nur mehr bezahlte Arbeit machen sollen um Gleichheit zu erreichen schlicht nicht funktioniert.
00:07:00: Ich muss hier tatsächlich einige Worte zum Wirtschaftsflügel der CDU sagen.
00:07:07: Ich finde es ein absolutes Mythos anzunehmen, dass wenn Frauen ihre Erwärmstätigkeit erhöhen und Männer ihre Erwerbstätigkeit so hoch belassen wie sie im Moment ist das die Produktivität erhöht.
00:07:21: Dass das zu wirtschaftlichem Wachstum und dass es die deutsche Wirtschaft aus dem Dreck zieht.
00:07:26: Das ist vollkommener Quatsch!
00:07:28: Die Situation wäre jene, dass die gesamte unsichtbare Arbeit die Frauen verrichten, die ganze unbezahlte Arbeit von anderen Frauen erledigt werden müssten.
00:07:40: Ich frage mich wo sie überhaupt her kommen sollen bei den Fachkräftemangel?
00:07:44: Ein interessanter Gedanke.
00:07:46: aber eigentlich soll ja laut Titel der Veranstaltung auch nicht andere Frauen sondern die Männer in die Pflicht genommen
00:07:53: Der niederländische Autor und Aktivist Jens van Tricht, der per Video zugeschaltet war im zweiten Impulsvortrag des Tages getan.
00:08:01: In wenigen sehr prägnanten Worten hat er auf den Punkt gebracht, warum es auch für Männer besser ist wenn sie alte patriarchale Rollenbilder ablegen.
00:08:08: Es kostet ganz viel Energie um nicht uns selbst zu sein, um ein wesentliches Teil von das menschliche von uns zu unterdrücken und zu negieren geben darf, für Jungen die männliche Qualitäten.
00:08:24: Die werden so übertrieben dass es davon auch Probleme gibt.
00:08:28: wenn wir von Kerr reden dann kann man auch sagen das Idee dass das Frauen sein die Kerre geben und Männer die es empfangen dass das auch hierher stammt.
00:08:40: natürlich Sachen wie Gewalt und Sexualisierung und Einsamkeit und ökonomische Ungleichheit und sowas haben alle hier irgendwie mit damit zu tun.
00:08:50: Und Haliens Pfandtricht auch eine Idee, wie mehr Männer für den Feminismus gewonnen werden können?
00:08:56: Er hat einen Rundumschlag gemacht was sich alles verbessert wenn Feminismus für Männer eine gelebte Realität wird.
00:09:02: Feminisme verbessert Beziehungen von Männer mit sich selbst.
00:09:07: ganz wichtig dass wenn wir ein ganzes Mensch werden dürfen und unsere menschliche Eigenschaften alle ... benutzen können, dass wir ganz werden und dass wir uns heilen können.
00:09:18: Und natürlich unsere Beziehung mit anderen Männern... Dass wir kein Angst mehr haben dürfen für andere Männer,... ...dass wir für Männer und uns selbst auch sorgen können.
00:09:28: Dass wir Spaß machen können ohne dass das negativ für Anderen ist oder gewalttätig ist oder so.
00:09:37: Natürlich, dass wir uns auch anders zu Frauen verhalten können.
00:09:40: In Gleichheit aber auch in die Vielfalt von Beziehungen, die es da möglich gibt als Kollegen und Freunde aus Partners, aus einfach Mitbewohner dieser Welt Und mit geliebter Männer, Frau oder sonst.
00:09:54: Dass wir frei sein können wie wir uns lieben und Liebe haben lassen Und natürlich Kinder.
00:10:00: Aber Kerr, das fängt vielleicht an mit Kindern und es ist ganz wichtig dass Männer in Kinderpflege, in Umgang mit Kindern ihr menschliches Potential entwickeln können.
00:10:11: Und ich möchte gerne auch dazu sagen, da kommen wir hier jetzt die Welt weil die Welt ist auch ganz groß und wir brauchen Männer für Kindersongen.
00:10:20: Wir brauchen auch Kerrsorger
00:10:23: für
00:10:24: Frieden gegen Genocide für das Klima, für Rechtfertigkeit.
00:10:30: Also Care ist wirklich wo das persönliche und politische Zusammenkommen.
00:10:35: In der anschließenden Fragerunde mit dem Publikum hat dann die Diskussion des Tages begonnen unter anderem mit dem wichtigen Hinweis dieser Zuschauerin.
00:10:43: Ich habe eine Frage wie kann es sein dass eine Gesellschaft
00:10:47: männliche
00:10:48: Gewalt so akzeptiert oder unterstützt?
00:10:50: Dass dieser
00:10:51: volkswirtschaftliche Schaden der durch Männer durch tägliche Gewalt,
00:10:56: sei es Polizistinnen müssen vorgehalten werden.
00:11:00: Wie
00:11:00: kann sich ein Staat das leisten?
00:11:02: Warum stehen nicht auch Männer auf und sagen Das
00:11:05: geht so nicht!
00:11:06: Ich
00:11:06: ärgere mich dass meine Steuergelder
00:11:08: zu einem Großteil
00:11:11: dafür verwendet werden, dass wir Männer bezahlen müssen
00:11:13: für ihren Gewalt Und die Schäden
00:11:15: praktisch damit bezahlt werden.
00:11:17: Eine Antwort auf diese Frage hatte Jens von Tricht auch nicht.
00:11:21: Was ich sage kann, ist das männliches Gewalt ganz oft normalisiert und naturalisiert wird als wäre es so wie das Wetter.
00:11:31: Also ich glaube Männer sollen nicht nur... Allies sein, aber sind auch Stakeholders.
00:11:37: Weil Gewürz ist auch ganz schlimm für Männer.
00:11:40: Aber warum wir das alles so normalisieren und naturalisieren?
00:11:43: Ich weiß es nicht!
00:11:45: Ich möchte gerne wissen, warum das so wäre, dann können wir das vielleicht
00:11:49: ändern.".
00:11:49: Ja, genau deswegen sind solche Veranstaltungen wie Man Enough to Care der Heinrich Böll-Stiftung ja auch so wichtig... Denn Veränderung beginnt ja eben damit, dass Missstände erkannt und dann auch benannt werden.
00:12:00: Und das ist dann in der folgenden Panel-Diskussion mit den vier Gästen passiert.
00:12:04: Moderator Tarek Tesfu stellte dem Musiker und Stauspieler Robert Stadelober beispielsweise die Frage wie Männer sich für eine feministische und damit demokratische und gleichgestellte Welt einsetzen können?
00:12:16: In allererster Linie meinen Männer entgegentreten, Männer tatsächlich outcollen wenn sie sich sexistisch verhalten.
00:12:22: Das ist zum Beispiel mein erster Schritt der bei vielen performativen Sexisten, äh Feministen die man so sexi... performativ sexisten gibt's auch.
00:12:29: Performativ ne?
00:12:30: Feminists die man som Internet sieht wo ich immer das Gefühl habe okay aber ich weiß ganz genau wie du letzte Woche in dieser Bar warst als diese Witze gemacht wurden und es war für dich alles vollkommen cool oder wie du erzählt hast wie diese Frau aussieht deiner Meinung nach oder nicht aussieht dass man sich da drum kümmert und eben nicht nur unbedingt um die um die Finger negelt und dann tatsächlich im Beruf, das kann ich jetzt nur als Schauspieler sagen.
00:12:49: dass man dann auch ganz klar über den Unterschied in der Bezahlung spricht, dass man seine eigene Bezahlungen offenlegt und klar macht das es hier ein Gefälle gibt.
00:12:56: Dass ich als männlicher Schauspielender meistens besser bezahlt werde und dem kann man am besten entgegenwirken, wenn man zu Kollegen hingeht und sagt, pass mal auf!
00:13:03: Ich bekomme so einen Zufilm am Tag wie viel bekommst du?
00:13:05: Und lass uns zusammen gemeinsam versuchen eine Ebene zu finden, wie wir da Produktion oder im Theater gegenüber treten können und sagen können Wir wollen, dass wir alle ähnlich bezahlt werden und zwar nicht nach Geschlecht vor allem sondern wenn danach Arbeitsaufwand.
00:13:17: Transparenz, die Robert Stadelober hier nennt ist ja ein ganz wichtiges Werkzeug.
00:13:21: Wurden auch weitere Ideen oder Visionen oder auch ganz konkrete Handreichungen besprochen, die eine gleichberechtigte Welt fördern würden?
00:13:30: Der Autor- und Aktivisfikri Anil Altientasch hat betont das strukturelle Veränderung Zeitbrauchen.
00:13:36: Spanien wird da gern als Vorbild genannt weil das Land zwanzig Jahre investiert hat um über Femizide und Gewaltprävention aufzuklären und präventiv zu agieren.
00:13:45: Das passiert nicht von heute auf den anderen Tag.
00:13:47: Also ich glaube, was es bevor wir über Strukturen nachdenken müssen und auch da sind ist ja das Wissen schon längst da.
00:13:53: wie du sagst braucht es eine politische Dringlichkeit und auch ne Priorisierung.
00:13:57: Und wenn ich darüber nachdenke dass zum Beispiel In Spanien, wenn ein Femizidpartier das relativ schnell in den Tagesschauern behandelt wird.
00:14:04: Ich habe von März heute noch nichts gehört, wenn ich ehrlich bin.
00:14:06: Ich höre nur am fünfundzwanzigsten elf irgendwelche Büttenreden.
00:14:09: aber es ist eine Frage von welches Signal sendet man auch raus?
00:14:12: Ich hab zum Beispiel Alexander von Bellen hat glaube ich vor einigen Tagen in der Rede direkt Männer angesprochen und sie in die Pflicht genommen.
00:14:18: Es gibt unterschiedliche Maßnahmen, aber in Deutschland passiert da einfach nichts.
00:14:21: In Deutschland passiere zu wenig.
00:14:23: mit dieser Auffassung steht der Autor- und Aktivist Fikri Anil Altentasch sicher nicht allein dar.
00:14:29: Neben ihm saß auch Emilia Rock auf dem Podium, ebenfalls Autorin und Aktivistin.
00:14:34: Welche Position hat sie in der Diskussion eingenommen?
00:14:38: Emilia Roig ist sehr zuverlässig, darin unbequem zu sein.
00:14:41: Zum Beispiel wenn sie sagt dass alle Menschen im Raum sich bewusst werden müssen das Sie den Männern auf der Bühne mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Kompetenz zuschreiben als den Frauen selbst wenn es um Feminismus geht Das sexistische Diskriminierung immer intersektional gedacht werden muss also mehrfach Diskriminierungen aufgrund von Hautfarbe sexueller Orientierung oder migrantischem Background.
00:15:03: das Machtgefälle mit prägen.
00:15:04: das Patriarchat
00:15:06: wird getrieben von Männer.
00:15:07: Das ist nicht eine abstrakte
00:15:08: Macht, die eine abstrakte Energie in der Luft
00:15:11: schwebt
00:15:12: sondern dieses Patriarchate ist die Macht der Männer.
00:15:15: Es war mir auch wichtig dass wir jetzt nicht sagen dass alle Frauen gut sind weil das
00:15:19: stimmt nicht und deshalb bin ich auch gegen ein Feminismus
00:15:23: der eben versucht
00:15:24: nur
00:15:25: so auf dieser repräsentative Ebene
00:15:27: Frauen in
00:15:27: Mars Position zu bringen.
00:15:29: das heißt es geht nur darum mehr Frauen in Wirtschaft
00:15:32: alle diese Sphären der
00:15:32: Macht, die ich benannt habe.
00:15:34: Weil es bringt uns nicht weiter
00:15:35: weil wenn
00:15:35: sie in einem versäumten System kommen werden Sie jetzt nicht reinigen
00:15:39: sondern sie
00:15:40: werden auch selbst kontaminiert.
00:15:42: und deshalb ist es sehr
00:15:44: wichtig eben die Strukturen an sich zu ändern und da wo es nötig ist auch über Abschaffung zu sprechen.
00:15:50: Ich möchte jetzt nicht
00:15:51: mehr Frauen im Bundeswehr.
00:15:52: ich glaube nicht dass das eine feministische
00:15:54: Sicht der Welt die ich
00:15:55: jetzt vertrete.
00:15:56: Ich möchte auch nicht
00:15:57: mehr Frauen in den Unternehmen, die unseren Planeten zerstören.
00:16:00: Das wird uns auch nicht helfen
00:16:02: und deshalb
00:16:03: das Patriarchat als System
00:16:05: muss erkannt werden über die individuellen
00:16:08: Menschen hinaus.
00:16:09: aber es ist auch wichtig zu sehen wie unsere Sozialisation
00:16:12: unser Handeln unsere Kultur
00:16:13: prägt.
00:16:15: Das Patriarchate prägts unser Handel und für eine echte Gleichberechtigung muss das ganze System verändert werden.
00:16:21: Mit dieser Forderung würde ich sagen, ist Emilia Rorg dann doch deutlich weiter als andere Speakerin des Tages gegangen.
00:16:27: Hat sie oder haben?
00:16:29: andere auch konkrete Angebote gemacht, wo wir als Gesellschaft mit der Veränderung ansetzen könnten.
00:16:34: Für Robert Stadelober findet das in der Auswahl seiner Rollen statt und auch in der Auseinandersetzung mit der Regie wenn sich doch alte Rollenklischees einschleichen.
00:16:44: und genauso wie für Fikri Anil Altentasch beginnt das aktive Verlernen der alten Rollenbilder- und Verhaltensweisen für Robert Stadelober am besten schon in der Schule also durch Aufklärung und Empowerment von jungen Menschen.
00:16:56: Jutta Allmendinger fügt dann noch verpflichtendes Antifauteidstraining an und dass es sich lohnen kann, schwedische Vorbilder einzuladen die um vier nach Hause gehen um ihre Kinder abzuholen.
00:17:08: Und letztlich ist für alle klar gewesen Es beginnt immer bei jedem und jeder einzelne.
00:17:13: Und um das dann auch am feministischen Kampftag in der Heinrich-Böll Stiftung zu ermöglichen konnten die Gäste ja aus vier Workshops wählen die im Anschluss an die Diskussion stattfanden.
00:17:22: Worum ging es da?
00:17:23: Und was ist deine Einschätzung, haben die Workshops vielleicht sogar Impulse setzen können oder ... im kleinen Veränderungen angestoßen?
00:17:30: Ich glaube sogar sehr viel.
00:17:31: Ich war selbst Zuhörerin in dem Workshop über Rollenbilder des Autors und Aktivisten Janin Jomanovic, der berührend und wirklich unterhaltsam von seinen eigenen Empowerment-Geschichten erzählt hat wie er sich trotz eines patriarchischen Elternhauses als schwuler Mann outen konnte und jetzt offen und weiterhin auch im Kontakt mit seiner Familie lebt.
00:17:50: seine eigene Offenheit und die schwierigen Auseinandersetzung und Diskriminierung, die er erlebt hat zu teilen hat den Boden bereitet wird.
00:17:59: Ich sage, dass auch seine Workshop-Teilnehmenden sehr offen gesprochen haben.
00:18:02: eine Frau hat beispielsweise geweint weil ihr kein männliches feministisches Vorbild eingefallen ist und einer der männlichen Teilnehmer hat statt eines männlichen Vorbilds tatsächlich seine Partnerin genannt von der er am meisten über Feminismus gelernt hat.
00:18:16: nicht immer sofort meistens dauere es einen moment hat er gesagt
00:18:25: Und dann laufe ich heim
00:18:26: und denke mir, sie hat schon wieder recht gehabt.
00:18:32: Also
00:18:32: das kommt natürlich nicht sofort bestreiten ab und zu kurz
00:18:36: aber es dauert wie lang.
00:18:38: Diese Einsichten
00:18:39: und diese Scham die ich
00:18:41: oft empfinde bei der ganzen Sache ist das was mich
00:18:45: letztlich weiterbringt also
00:18:48: damals darüber nachzudenken
00:18:50: Ein sehr persönliches Plädoyer für eine offene Fehlerkultur, also dafür sich diesen unangenehmen Gefühlen wie Charme und Wut zu stellen auch.
00:18:59: Ja unbedingt!
00:19:00: Und mit der eigenen Wut konnte man sich in dem Workshop von dem Journalisten Tobias Ginzburg dann konfrontieren.
00:19:06: Ginzbruck recherchiert seit gut zwanzig Jahren in rechtsextremen Kreisen, kennt die Strukturen- und Mechanismen der rechten Narrative und hat davon in seinem Workshop erzählt.
00:19:17: ist ein zentraler Punkt von, grundsätzlich von Fanatismus ganz besonders von faschistischer Ideologie.
00:19:23: Faschisten sind vieles aber sehr selten originell.
00:19:26: das heißt diese Vorstellung dass man sein zum einen diffizitär ist das heißt du musst mehr werden stärker werden krasser werden deinen Körperpanzern und dein Geis stehlen gegen den inneren und äußeren Feind kämpfen ist das eine und zum anderen dieses Narrativ.
00:19:45: Männlichkeit steht unter Attacke, sei in einer Dauerkrise.
00:19:49: Das ist ein Basisnarrativ!
00:19:51: Wir werden verweiblich, wir werden verwaichlich.
00:19:53: der Feminismus nimmt uns die Frauen weg und macht unsere Kinderschwule und so weiter und sofort... das ist alles nichts Neues.
00:20:00: Das können wir zurückführen ins wirklich mehr oder weniger so artikuliertes um Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.
00:20:05: seitdem hat sich nicht viel geändert.
00:20:07: Das Blöde ist nur dass sich diese Narrative ausbreiten Mittlerweile irgendein Gesabbel von einer kulturmaxistischen Feminisierung der Gesellschaft.
00:20:16: Keineswegs mehr nur eine seltsame Parole aus einem Burschenschaftskeller ist oder meinetwegen vom AfD-Parteitag, sondern Ideen die wir überall antreffen und darum geht es mir das
00:20:29: nachzuzeichnen.".
00:20:30: Der Backlash – die oben erwähnte Retraditionalisierung findet sich also weit verbreitet wieder in vielen gesellschaftlichen Schichten und auch generationsübergreifend.
00:20:40: einen unglaublichen Angriff auf vor allem junge Männer.
00:20:44: Ja, es gibt diese Pick-up Artists und diese Männlichkeitscoaches Und gerade über soziale Medien ist da eine unglaubliche Männlichkeit Industrie entstanden.
00:20:55: Die gab's schon vorher nur sie hat noch nie so gebrummt wie jetzt.
00:20:57: Nach dem Input von Tobias Ginzburg hatten die Teilnehmenden die Chance aus ihrem Alltag zu erzählen wo Sie den faschistischen antifeministischen Narrativen begegnen.
00:21:07: Das ist ja auch tatsächlich eine Hilflosigkeit, die uns ereilt.
00:21:10: Es ist hart und wirklich auch einer ältere Dame, die dann über ihre Bücher rundespricht oder eine junge Frau, die merkt, mein Gott es sind die gleichen maskulistischen und antifeministische Narrative, die plötzlich ihren bekannten Kreis aus jungen Frauen eralt.
00:21:26: Dieses Gesprächsbedarf ist da.
00:21:28: was ich wichtig finde und was ich glaube, was man halt viel zu selten tut, ist halt die Frage danach zu reden wie kanalisieren wir die Wut?
00:21:36: Ja, wie kanalisieren wir die Wut?
00:21:38: Das ist wahrscheinlich eine der spannendsten Fragen und zugleich auch einer der schwierigsten vielleicht.
00:21:43: Genau!
00:21:43: Was auch daran liegt dass es nicht die eine Antwort darauf gibt sondern das sie eben immer wieder individuell gefunden werden muss.
00:21:51: aber ein wichtiger Effekt den die Suche nach der Richtung für die Wutt dringend braucht ist das was uns verbindet.
00:21:57: Auch zu merken dass man nicht alleine da ist mit Tynismus und Gefühl der Heflosigkeit Weil wir sind nicht hilflos.
00:22:03: Und das schließt sich für mich der Blick auf Vorbilder an, weil die uns zeigen was wir tun können um zu merken dass wir eben nicht hilflos sind.
00:22:11: Ich habe größte Bewunderung für Aktivistinnen und Aktivisten Für eine Bürgermeisterin mit der ich im Kontakt statt aus einem kleinteurengischen Kaff.
00:22:18: Ich habe große Bewunderungen für Lehrer Die versuchen den Lehrplan irgendwie zu ändern Um tatsächlich etwas mit Inhalt zu füllen und nicht mit Jahreszahlen.
00:22:25: Wann welcher Panzer über welche Scheiß Grenze gefahren ist Sondern mit der Frage Was haben die Leute eigentlich geglaubt?
00:22:31: Das sind alles solche heldenhaften Taten und mit so viel Arbeit verbunden.
00:22:36: Ich war begeistert gerade von einer Frau, die davon erzählt wie sie halt versucht ihren Sohn irgendwie zurückzubekommen und kleine Wassertropfchen auf glühend heiße Steine sprüht.
00:22:46: das ist so zermürbend und erbärmlich anstrengend und dafür gibt es auch kein gesellschaftlichen Applaus weil's auch kein Thema ist.
00:22:53: Ja dieser gesellschaftliche Applaus scheint ja schwer zu bekommen zu sein haben wir auch schon festgestellt als es um die Kindeserziehung ging.
00:23:00: Apropos Sacha Vallant, Mitbegründer des Equal Payday.
00:23:04: Der hat eine Workshop zum Thema Elternschaft angeboten und da ging es um die Frage wie Gleichstellung im Kinderzimmer stattfinden kann?
00:23:12: All das was am Anfang des Tages von Jutta Eimann Dinger schon erwähnt wurde, dass findet eben tatsächlich auch schon im Kindesalter statt.
00:23:19: Jungs bekommen in Deutschland im Schnitt mehr Taschengeld und teurere Geschenke zu Weihnachten und den Geburtstagen.
00:23:25: Sie bekommen auch mehr den einen oder anderen Euro noch zugesteckt, wenn sie dann das Auto mal gewaschen haben.
00:23:31: Oder die Straße gekirrt haben oder Rasen gemäht haben während es für die Mädchen, wenn sich die Spülmaschine ausräumen, Wäsche machen oder auf jüngere Geschwister aufpassen dafür natürlich nicht den extra Euro gibt.
00:23:43: und Kinder lernen zwei Sachen.
00:23:45: erstens dass was die Jungs die Männer machen mehr wert ist und das Kehrarbeit offensichtlich Nichts wert ist, weil das macht man ja aus Liebe.
00:23:54: Das lernen die Mädchen schon ganz früh und die Jungs eher
00:23:57: nicht.".
00:23:58: Und Sacha Vallant schlägt dann auch noch den Bogen zum Klassismus der in der intersektionellen Betrachtung von Diskriminierungsstrukturen natürlich nicht fehlen darf.
00:24:06: Menschen mit weniger finanziellen Mitteln werden im Patriarchat zusätzlich benachteiligt?
00:24:11: Die
00:24:11: unterschiedliche Verteilungen mit den ganzen finanziellen Folgen – und das ist ja alles durchdekliniert worden – aber eben auch mit dieser fehlenden Empathie und Fürsorge, die ja nicht nur ein Männlichkeitsproblem sind sondern natürlich auch ein Klassenproblem.
00:24:34: Also je wohlhabender Menschen sind, desto weniger Empathien haben sie.
00:24:39: Ist durch Studie nachgewiesen und ist auch verständlich weil du natürlich wenn Du mehr hast irgendwie auch vor dir selber rechtfertigen musst warum das okay ist dass du mehr hast.
00:24:49: dann kommst du halt auf den Schluss ich bin halt besser, ich bin halt intelligenter.
00:24:54: Ich bin mutiger was auch immer und die anderen haben es halt leider nicht geschafft weil sie ihn nicht fleißig genug sind.
00:25:02: und dann sind wir in diesem ganzen aktuellen Diskurs drin dieses nach unten treten.
00:25:06: Und was folgert Walone raus?
00:25:08: Was muss jetzt passieren?
00:25:09: er sagt
00:25:10: das braucht wenn man uns die Leute aus der politik angucken.
00:25:14: es braucht mehr leute die care erfahrung haben und diesen wert spüren.
00:25:20: Also wir werden immer gefragt, was können wir denn machen?
00:25:22: Und dann wird immer so über Benefits und... Was haben die Männer denn davon wenn sie Kehrarbeit übernehmen?
00:25:28: Gefragt!
00:25:29: Das grundsätzliche Problem an dieser Fragestellung ist dass wir in so einen Effizienz und in so ein kapitalistisches Ja, was sind denn dann die Benefits?
00:25:37: weil weiche Skills reichen nicht.
00:25:41: Also es gibt ja auch diese ganzen Auflistungen, was du quasi in der Elternschaft lernst an Projektmanagement und Resilienz, an Name-It also ganz tolle Fähigkeiten die du eigentlich danach kannst.
00:25:52: Also niemand kann so viel Stress auf sich nehmen wie eine junge Mutter oder eine junge Alleinerziehende aber das wird ja alles so nicht... Das zählt ja nicht als Benefit.
00:26:01: und dann frage ich mich dann haben wir keine außer das Moralische?
00:26:06: Konkret plädiert Sacha Valan deshalb dafür, dass wir alle verpflichtet werden sollten etwas Gemeinnütziges zu tun.
00:26:12: Etwas für das Gemeinwohl.
00:26:14: Damit würden alle in Berührung mit Kehrarbeit kommen und so ihren Unschätzbahn- und auch unterschätzten Wert selbst
00:26:21: erleben.".
00:26:22: Also das ließe sich als gute Sache vermitteln!
00:26:24: Und wenn wir alle bereit sind diesem Gemeinwohl dieser Gesellschaft diesen Miteinander was zu geben dann machen uns glaube ich auf einen guten Weg
00:26:35: Gemeinsam der Gesellschaft etwas geben.
00:26:37: Das ist ein gutes Schlussplädoyer für diese Folge des Bölg-Podcasts zum feministischen Kampftag und der Veranstaltung der Heinrich-Böll Stiftung mit dem Titel Man Enough to Care.
00:26:48: Recherchiert und aufbereitet von dir, Emily Thummi?
00:26:50: Vielen Dank!
00:26:53: In zwei Wochen sprechen wir hier über wichtige Impulse für die Finanz- und Sozialpolitik.
00:26:57: Wenn ihr den Kanal einfach abonniert dann seid ihr auf der sicheren Seite.
00:27:03: Alle Podcasts der Heinrich-Böll Stiftung könnt ihr auf Spotify, Apple Podcast oder natürlich jeder anderen Podcast App eurer Wahl abonnieren.
00:27:11: Für Feedback und Kritik schreibt uns eine Mail an podcastatbüll.de Und empfehlt uns natürlich gerne weiter!
00:27:19: Dieser Podcast ist eine Produktion des Audio Kollektiv's
00:27:23: Mit mir Emily Thumi
00:27:24: Und mir Jule Eichmann.
00:27:26: Tschüss macht
00:27:33: es gut!
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