Globale Kreislaufwirtschaft: Zwischen Rohstoffsicherung und globaler Gerechtigkeit

Shownotes

Wie kann Kreislaufwirtschaft global gerecht gestaltet werden - und nicht nur Europas Zugang zu Rohstoffen stärken?

Zitat der Folge

»Nachts bündeln sie die Kabel und verbrennen sie, um dann die Kupferdrähte herauszuholen. Beim Verbrennungsprozess wird ein Cocktail von Chemikalien freigesetzt, einschließlich persistenter organischer Schadstoffe. Menschen in der Nachbarschaft atmen diese sehr schädlichen Gase ein.«

Professor Nnorom Innocent, Umweltchemiker in Nigeria

Episodenbeschreibung

Smartphones, Laptops, Elektroautos -- sie gelten als Schlüssel für Klimaschutz und Digitalisierung. Doch sie brauchen Rohstoffe, die oft aus dem Globalen Süden stammen. Und sie landen irgendwann - als Elektroschrott - wieder dort.

Die EU setzt große Hoffnungen auf die Kreislaufwirtschaft: Sie soll Ressourcen sparen, Abhängigkeiten reduzieren und die Industrie widerstandsfähiger machen. Noch in diesem Jahr will die EU einen neuen Circular Economy Act vorlegen.

Doch Kreislaufwirtschaft ist nicht automatisch gerecht. Während Europa über Recycling-Quoten debattiert, passiert Kreislaufwirtschaft längst - in Lagos, in Accra, in Delhi. Nur unter Bedingungen, die wir hier nie akzeptieren würden: Hunderttausende Menschen zerlegen unseren Elektroschrott, verbrennen nachts Kabel, um Kupfer zu gewinnen, und setzen sich dabei giftigen Dämpfen aus.

Was bedeutet Kreislaufwirtschaft also global gedacht? Und was müsste passieren, damit sie nicht nur Europas Industrie stärkt - sondern auch den Menschen nutzt, die heute schon einen großen Teil dieser Arbeit leisten?

Kapitel mit Zeitmarkierungen

• (00:00:00) – Intro: Elektroschrott zwischen Europa und dem Globalen Süden -- Warum Kreislaufwirtschaft mehr als Recycling ist

• (00:02:15) – Was ist Kreislaufwirtschaft?: Von Produktdesign über Reparatur bis Recycling -- die zirkulären Strategien erklärt

• (00:05:50) – Die EU-Strategie zur Kreislaufwirtschaft: Ökodesign, Recycling-Quoten und der geplante Circular Economy Act

• (00:10:56) – Die Realität in Nigeria: Wie unser Elektroschrott im informellen Sektor landet und was dort damit passiert

• (00:16:30) – Zwischen Ressourcensicherung und globaler Gerechtigkeit: Warum Kreislaufwirtschaft kein Selbstläufer für globale Gerechtigkeit ist

• (00:23:08) – Was kann die EU tun?: Erweiterte Herstellerverantwortung, Design for Recycling und echte Partnerschaften

• (00:24:20) – Der Circular Economy Act -- eine Chance?: Vorsichtiger Optimismus und die Frage nach mutiger politischer Führung

Unsere Gesprächspartner*innen

Luisa Denter • Referentin für Rohstoffpolitik und zirkuläres Wirtschaften bei Germanwatch, einer Umwelt- und Entwicklungsorganisation

Professor Nnorom Innocent • Umweltchemiker in Nigeria, erforscht seit über 20 Jahren die Auswirkungen von Elektroschrott

Autor der Folge: Kevin Caners

Produktion: Audiokollektiv

Host: Emily Thomey

Co-Host: Vincent Lindig

Weiterführende Artikel und Quellen

Video-Report aus Africa: The tragic costs of e-waste - CBS [🔗 https://www.youtube.com/watch?v=4GtWGHvX-rk

Hintergründe auf boell.de

Hintergrund: Kreislaufwirtschaft: Vom Abfall zum Rohstoff [🔗 https://www.boell.de/de/2024/04/19/kreislaufwirtschaft-vom-abfall-zum-rohstoff

Studie: Global Circular Economy - Reflections for a Just Transition [🔗 https://www.boell.de/de/2025/03/07/global-circular-economy

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Fotocredits: Tobi &Chris, Bearbeitung: hbs

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:10: Nachts bündeln sie die Kabel und verbrennen sie, um dann die Kupferdrehte herauszuholen.

00:00:14: Beim Verbrennungsprozess wird ein Cocktail von Chemikalien freigesetzt – einschließlich persistente organischer Schadstoffe.

00:00:21: Menschen in der Nachbarschaft atmen diese sehr schädlichen Gase ein.

00:00:27: Smartphones, Laptops, Elektroautos sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken.

00:00:33: Und sie werden oft als Schlüssel für Klimaschutz, Digitalisierung und für moderne Wirtschaft angesehen.

00:00:40: Doch all diese Geräte haben eines gemeinsam – Sie brauchen Rohstoffe!

00:00:44: Viele davon sind schwer zugänglich.

00:00:47: Viele stammen aus Ländern des globalen Südens, wo Regeln oft nur schwach durchgesetzt werden.

00:00:52: Und viele landen irgendwann wieder dort.

00:00:56: Die Europäische Union setzt deshalb große Hoffnungen auf die sogenannte Kreislaufwirtschaft.

00:01:01: Sie soll Ressourcen sparen, Abhängigkeiten reduzieren und die Industrie widerstandsfähiger machen.

00:01:08: Noch in diesem Jahr will die EU einen neuen Circular Economy Act vorlegen – ein zentrales Gesetz für diese Transformation.

00:01:17: Aber so überzeugend das alles klingt eine Kreislaufwirtschaft ist für sich genommen nicht automatisch gerecht!

00:01:23: Denn während die EU über Kreislafirtschaft debattiert passiert sie längst in Lagos, in Acra und Delhi nur unter Bedingungen die wir hier nie akzeptieren würden.

00:01:34: Was bedeutet Kreislaufwirtschaft also global gedacht?

00:01:38: Was müsste passieren damit Sie nicht nur Europas Industrie stärkt sondern auch den Menschen nutzt die heute schon einen großen Teil dieser Arbeit leisten.

00:01:47: Darum geht es in dieser Folge von Bell Podcast.

00:01:50: Ich bin Emily Thumi herzlich willkommen!

00:02:02: Zu diesem Thema spricht mit mir jetzt mein Kollege Vincent Lindig vom Audio-Kollektiv.

00:02:06: Hallo, Vincent!

00:02:07: Hallo Emily!

00:02:08: Vincent, bevor wir in die Details gehen, wenn wir über Kreislaufwirtschaft sprechen was meinen wir eigentlich dann damit?

00:02:14: Da steckt tatsächlich ziemlich viel dahinter.

00:02:16: ich habe mit Luisa Denter gesprochen.

00:02:19: Sie ist Referentin für Rohstoffpolitik und zirkuläres Wirtschaften bei GermanWatch.

00:02:24: Das ist eine Umwelt- und Entwicklungsorganisation, die sich besonders mit globaler Gerechtigkeit beschäftigt.

00:02:30: Kreislaufwirtschaft ist eigentlich ein sehr umfassendes Konzept, wo es viele unterschiedliche sogenannte zirkuläre Strategien gibt.

00:02:36: also wir fangen eigentlich idealerweise fängt die Kreislafirtschaft schon damit an dass wir für die Produktion unserer Güter aber auch für die Befriedigung unserer Bedürfnisse möglichst wenig Ressourcen erst einsetzen Und dann die Produkte eben so designen, dass sie möglichst lange leben und es möglichst lang genutzen.

00:02:54: Dass sie möglichst gut reparierbar sind, dass Sie vielleicht abgegradet werden können, das Sie am Ende wenn gar nichts anderes mehr geht recycelt werden können.

00:03:03: Und dann auch tatsächlich lange genutzt werden.

00:03:05: und vielleicht auch wenn eine Reparatur eines Produktes nicht mehr möglich ist idealerweise die funktionierenden Komponenten aus dem Produkt noch weiterverwendet werden.

00:03:15: Und erst wenn das alles nicht mehr möglich ist, dann erst so viel wie möglich aus dem Produkt zu recyceln.

00:03:21: Also Materialen wieder zu gewinnen und den Rest dann zu verbrennen und dadurch Energie zurückzugewinnen.

00:03:27: Aber das sollte eigentlich die allerletzte Möglichkeit sein in der

00:03:30: Kreislaufwirtschaft.".

00:03:31: Also das Gegenteil von dem was wir heute oft erleben – dass Produkte schnell kaputt gehen, schwer zu reparieren sind und dann einfach auch im Müll landen?

00:03:41: Genau.

00:03:41: Und Luisa sagt, dass Kreislaufwirtschaft viele positive Effekte hat und zwar nicht nur für die Umwelt.

00:03:48: Also Kreislaufwirtschaft hat sehr, sehr viele Vorteile.

00:03:50: Das ist einmal der Schutz von Ressourcen- und planetären Grenzen – das ist vielleicht abstrakt!

00:03:55: Dass es aber auch für Verbraucherinnen hat, das viele Vorteil.

00:03:58: Also jeder kennt das Problem man hat ein Produkt und es geht super schnell kaputt.

00:04:02: ich möchte es reparieren, aber es ist super teuer ist zur Reparierung oder es geht überhaupt nicht und das ist ja auch nicht im Sinne der Kreisloff.

00:04:09: Wirtschaft Aber auch große wirtschaftspolitische Interessen sind damit verbunden.

00:04:14: Also es schaffen besser mit unseren Ressourcen, die wir zur Verfügung haben umzugehen.

00:04:18: dann reduzieren wir eben auch Abhängigkeiten von Rohstoffimporten aus autoritären Ländern.

00:04:24: Das klingt nach ziemlich vielen starken Argumenten.

00:04:27: aber warum ist das Thema gerade jetzt so dringlich für die EU?

00:04:30: Weil die EU ein massives Rohstoffproblem hat.

00:04:33: Sie braucht immer mehr kritische Rohstoffe für Elektroautos, für Windräder, für Smartphones.

00:04:39: Aber diese Rohstoffen sind eben knapp und müssen fast alle importiert werden.

00:04:44: Also innerhalb der EU sind gerade Rohstoffes, die die EU als kritisch oder strategisch einschätzt – sehr wichtig für die europäische Wirtschafts-Sinz, für die Energiewende, für den Digitalisierung

00:04:54: etc.,

00:04:55: da sind die Vorkommen innerhalb der Europäischen Union sehr begrenzt.

00:04:58: Das heißt um die Bedarfe zu bedecken, importieren wir sehr viele Rohstoffer.

00:05:03: Aber die Rohstoffe sind halt sehr, sehr umkämpft und es ist sehr absehbar dass sie auf dem Weltmarkt nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen werden.

00:05:10: Also wenn man sich Prognosen zum Beispiel für Lithium anschaut da steigt die Nachfrage bis zu dreizig übersteigt wahrscheinlich schon das Angebot.

00:05:18: Und dann kommt noch was dazu der Abbau dieser Rohstoffes oft mit massiven Problemen verbunden.

00:05:24: Im Bergbau passieren wahnsinnig viele Menschenrechtsverletzungen Die Umweltzerstörung ist massiv.

00:05:29: Und genau wenn wir durch Kreislaufwirtschaft das wirklich schaffen, unseren Ressourcenkonsum zu reduzieren.

00:05:35: Dann reduzieren wir eben auch diese Risiken weil wir weniger Bergbau brauchen.

00:05:40: Weniger Bergbau, weniger Umweltzerstörung, weniger Menschenrechtsverletzungen und nebenbei wird Europa auch noch unabhängiger klingt eigentlich ziemlich ideal

00:05:49: Genau!

00:05:50: Und deshalb wird Kreisloff Wirtschaft jetzt zur Chefsache in Brüssel.

00:05:54: Was macht die EU denn ganz konkret in dem Bereich?

00:05:57: Laut Luisa ist in den letzten Jahren tatsächlich einiges passiert.

00:06:01: Die Ökodesignverordnung zum Beispiel, die gibt es eigentlich schon seit mehr als einer Dekade aber erst in den Letzten Jahren hat sie sich dahin entwickelt dass sie Ressourceneinsparungen im Blick hat.

00:06:11: Vorher ging's nur um Energieeffizienz.

00:06:14: In dem Jahr zwanzig wurde sie dann nochmal grundlegend erweitert.

00:06:18: eine Verordnung

00:06:19: wo die EU eben jetzt Schritt für Schritt für mehr Produktgruppen festlegen möchte was das bedeutet oder welchen Designkriterien ein Produkt entsprechen muss, damit es reparierbar ist.

00:06:29: Damit das recycelt bar ist etc.

00:06:30: Das ist eine sehr wichtige Grundvoraussetzung für die Kreislaufwirtschaft.

00:06:34: Parallel dazu kann man eben aber auch was seine sehr starke Entwicklung in den seit Jahrzehnt zwanzig vierundzwanzig ungefähr ist, dass die EU sehr stark darauf fokussiert, Kreislafwirtschaft zu nutzen um für sich selber Rohstoffe zu sichern.

00:06:48: zum Beispiel hat sie zwanzich vierund zwanzi den Critical Raw Materials Act so genannt verabschiedet wo sie eben festlegt als Ziel, dass die bis zu zwanzig dreißig fünfzwanzig Prozent des bedarfsanstrategischen Rohstoffen aus EU-Recycling Anlagen decken möchte.

00:07:03: Fünfundzwanzzig Prozent aus Recycling – das klingt doch erst mal ziemlich gut oder?

00:07:09: Ja auf den ersten Blick!

00:07:11: Aber Luisa sieht zwei Probleme.

00:07:13: Erstens ist unklar ob die EU dieses Ziel überhaupt erreichen kann und zweitens selbst wenn würde Recyling allein nicht reichen.

00:07:22: Aktuell fokussiert die EU sehr viel auf Recycling.

00:07:25: Das greift aber leider zu kurz, das wird uns weder die Rohstoffe sichern, also weder dieses wirtschaftliche Argument ausreichend bedienen noch die Ressourcen im Sinne der Umwelt ausreichen schon.

00:07:39: Es liegt einmal daran dass man beim Recyling eigentlich nie oder in den selten Fällen alle Materialien aus einem Produkt wieder gewinnen kann Sondern immer nur einzelne und die Qualität nimmt dann auch sehr, sehr oft ab von diesen Materialien.

00:07:51: Und irgendwann kann man sie gar nicht mehr nutzen.

00:07:54: Also selbst bei Metallen, die sich eigentlich gut recyceln lassen gibt es Grenzen.

00:07:58: Ja, Metalle werden oft vermischt Es entstehen Legierungen und man kann meist nur einzelnen Metallen wieder herausbekommen.

00:08:05: Die Qualität nehmt dabei auch stetig ab.

00:08:07: und dann kommt da noch ein anderes Problem dazu

00:08:16: Anforderungen, die gesellschaftlichen Anforderung ändern sich sehr welche Metalle wir in welchen Massen brauchen.

00:08:21: Also wir brauchen jetzt plötzlich viel Lithium.

00:08:24: das war vor ein zwei Jahrzehnten noch gar nicht so und deswegen haben wir auch keine oder nicht ausreichende Rizoklater für Lithium Vorräte.

00:08:31: Das zeigt auch so ein bisschen warum Recycling alleine uns nicht allein hilft um die Ressourcen wirklich effektiv zu schonen und die Resilienz zu steigern.

00:08:39: Wenn Recyling allein nicht reicht was brauchen wir dann?

00:08:43: Luisa

00:08:43: sagt dazu, wir müssen viel früher ansetzen.

00:08:46: Wo wir sehr viel mehr hinschauen müssen ist wie wir von Anfang an weniger Ressourcen brauchen.

00:08:54: Das klingt immer erst mal abstrakt.

00:08:55: Es kann zum Beispiel bedeuten im Bereich der Mobilität dass wir auch versuchen müssen weniger Lithium beispielsweise zu verwenden um uns fortzubewegen.

00:09:05: das kann zum beispiel bedeuten dass wir eher kleinere Autos nutzen weil wir dann weniger Lithiums in Batterien brauchen dass wir den öffentlichen Nahverkehr ausbauen etc.

00:09:15: Und dann müssen wir eben das Ökodesignausbau des Produkte halt tatsächlich langlebig sind, leicht reparierbar werden und dann auch die Bedingungen schaffen damit Produkte wirklich lange genutzt und repariert werden können.

00:09:26: Reparaturen sind beispielsweise jetzt noch viel zu teuer.

00:09:29: Das muss viel günstiger und niederschwelliger werden und hier brauchen wir eben viel mehr Anreize, viel mehr Förderprogramme aber auch nochmal eine Anpassung der Regulaturik.

00:09:39: Also weniger Verbrauch, langlebigere Produkte, leichtere Reparatur und erst dann Recycling.

00:09:45: Kreislaufwirtschaft ist ja also ein riesiges Puzzle!

00:09:48: Absolut – und deshalb plant die EU jetzt auch den ganz großen Wurf, den Circular Economy Act.

00:09:54: Das soll ein Gesetz werden, das die Regeln für den Binnenmarkt vereinheitlicht und den Handel mit Recylingrohstoffen in Europa einfacher

00:10:01: macht.

00:10:02: Da ist noch unklar was alles kommen wird in diesem Akt aber da ist nochmal die Hoffnung dass da nochmal nachgelegt.

00:10:08: Und was erhofft sie sich konkret?

00:10:10: Dass die EU nicht nur den Handel regelt, sondern auch an die Wurzel des Problems geht.

00:10:15: Was wir erwarten würden ist einmal dass sich die EU ein Ziel setzt wie oder inwiefern sie dem Bedarf an Rohstoffen innerhalb der EU reduzieren möchte also wie man da hinkommen kann das man weniger Rohstoffe braucht um unsere Bedürfnissen zu befriedigen.

00:10:33: dann würden wir eigentlich auch erwarten dass eben auch Strategien der Wiederverwendung besser ermöglicht und auch gefördert werden.

00:10:40: Das klingt erst mal sinnvoll, aber auch sehr europäisch gedacht!

00:10:43: Was ist eigentlich mit dem Rest der Welt?

00:10:45: Ziemlich gute Frage weil viele unserer alten Geräte die landen ja gar nicht in europäischen Recyclinganlagen sondern werden exportiert.

00:10:54: Exportiert aber wohin?

00:10:56: Oft in Länder des globalen Südens Nigeria zum Beispiel Und genau da wird es dann auch kompliziert Politisch heikel.

00:11:04: Um das besser zu verstehen, habe ich mit Professor No-Rom Innocent gesprochen.

00:11:08: Er ist Umweltchemiker in Nigeria und erforscht seit über zwanzig Jahren was mit unserem Elektrischrod dort passiert.

00:11:15: er hat mir die Lage so beschrieben

00:11:21: Die Situation ist so dass wir eine große junge Bevölkerung im Land haben Und sie haben diesen Drang immer auf neuere elektronische Geräte umzusteigen.

00:11:29: Um diese Erwartung zu erfüllen, gibt es auch einen Zustrom von gebrauchten Elektronikgeräten aus entwickelten Ländern.

00:11:36: Das führt zur Erzeugung von Abfallmaterialien aus der Elektronika.

00:11:40: Wir haben den Zustrom für Materialien, die minderwertig sind und nicht so lange halten wie sie sollten.

00:11:45: Die Abfallerzeugung im Land ist also

00:11:47: erheblich.".

00:11:52: Also viele gebraufte Geräte – auch aus Europa, die dann in Nigeria noch eine Weile genutzt werden bis sie zu Abfall werden?

00:11:59: Und dann kommt nämlich der interessante Teil, was passiert mit diesem Elektroschrott?

00:12:04: In Nigeria gibt es zwar offizielle Recyclingfirmen aber die meisten Geräte landen woanders.

00:12:16: Der Abfallverwaltungssektor kann grob in zwei Bereiche eingeteilt werden die im formellen Sektor und die im informellen Sector.

00:12:23: Im Formellensektor gibt es registrierte Unternehmen, die den Richtlinien der Regierung folgen.

00:12:28: Dann haben wir Einzelpersonen, die auf eigene Faust arbeiten.

00:12:31: Sie gehen zu Mülldeponinen, sie gehen von Tür zu Tür sammeln Abfallmaterial vor Menschen, bringen es zu ihren Sammelstellen wo sie in Gruppen zusammenarbeiten und zerlegen die Materialien.

00:12:41: Sie entnehmen die wertvollen Teile und entsorgen den Kunststoff – manchmal verbrennen sie

00:12:47: ihn.".

00:12:49: Moment, Sie verbrennen den Plastikmüll?

00:12:52: Das klingt jetzt nicht besonders umweltfreundlich.

00:12:55: Ist es natürlich auch nicht!

00:12:56: Professor Innocent hat mir erklärt dass das vor allem nachts passiert eben weil es tagsüber verboten ist.

00:13:02: So must of the cities have regulation that plastics should not be banned.

00:13:08: Die meisten Städte haben Vorschriften, dass Plastikt nicht verbrannt werden darf.

00:13:12: also versuchen sie so gut wie möglich das tagsüber nichts zu tun.

00:13:16: Nachts jedoch zünden sie dem Kunststoff an.

00:13:18: Die Kabel aus der Elektronik haben zum Beispiel Kupferdrehte und es fällt ihnen schwer, die Kabel zu öffnen um an das Kupfer zu kommen.

00:13:24: Also verbrennen sie sie lieber.

00:13:26: Nachts packen Sie die Kabil zusammen und verbrennen sie – dann entnehmen Sie die kupfer Drehte.

00:13:32: Puh!

00:13:32: Das ist

00:13:38: wirklich gefährlich sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt.

00:13:42: Absolut.

00:13:42: Und die Folgen sind dramatisch.

00:13:50: Während

00:13:50: des Verbrennungsprozesses wird ein Cocktail von Chemikalien freigesetzt, einschließlich persistenter organischer Schadstoffe.

00:13:56: Weil die meisten dieser elektronischen Teile Flammschutzmittel enthalten.

00:14:00: Diese Chemikalian werden in die Umwelt abgegeben.

00:14:03: Menschen in der Nachbarschaft atmen diese sehr schädlichen Gase ein Und die Asche, die nach dem Verbrennungsprozess übrig bleibt, verschmutzt auch den Boden.

00:14:11: Wenn es regnet, besterregen die Schadstoffe in den Boden und verschmutzen das Grundwasser – der Schaden ist also

00:14:17: erheblich.".

00:14:18: So, the harm is much.

00:14:21: Ja, da ist es wirklich dramatisch!

00:14:23: Wie groß ist dieser informelle Sektor eigentlich?

00:14:26: Sehr groß!

00:14:27: Also Professor Innes sind, der schätzt dass es in Nigeria hunderttausende wenn nicht mehr Menschen sind, die in genau diesem Sektorsport arbeiten.

00:14:35: Wow!

00:14:35: Und was ist mit dem formellen Sektor, also den offiziellen Recyclingfirmen?

00:14:40: Da gibt es ein Problem.

00:14:41: Die finden das nämlich schwierig sich in diesem Wettbewerb zu behaupten.

00:14:52: Wir haben ein paar Akteure im Formellensektor.

00:14:55: Die Herausforderung ist jedoch, dass sie oft nicht genügend Materialien zum Verarbeiten haben weil die meisten Materialien zu den informellen Akteuren gehen.

00:15:03: Der Grund dafür ist das die formellen Betriebe nicht bereit sind für den Abfall zu bezahlen.

00:15:08: Die informellen Aktöre sind bereit und willens zu zahlen Und die informellen Akteure besuchen die Menschen Zuhause und gehen auch zur Muldiponin so dass sie mehr Zugang zu den Materialien Haben als die formellen Betrieben.

00:15:26: Das ist ja echt ein Teufelskreis.

00:15:27: Die informellen Arbeiter zahlen für den Schrott, arbeiten aber unter gefährlichen Bedingungen und die offiziellen Firmen, die würden es besser machen bekommen das Material nicht

00:15:37: Absolut!

00:15:37: Und hier zeigt sich eben die Paradoxie der Kreislaufwirtschaft.

00:15:41: Auf der einen Seite ist es gut, dass Materialien wiederverwendet werden und auf der anderen Seite passiert das oft auf eine Art und Weise, die eben Umwelt- und Gesundheit massiv schadet.

00:15:52: Was wir gerade gehört haben aus Nigeria, das wirft ja die Frage auf wie kann Kreislaufwirtschaft global gerecht gestaltet werden?

00:16:00: Luisa hat dazu eine sehr differenzierte Sicht.

00:16:03: Grundsätzlich hätte Kreisler Wirtschaft erst mal das Potenzial, sich positiv auf Fragen der globalen Gerechtigkeit oder auch auf den internationalen Süden auszuwirken.

00:16:11: Das ist aber leider kein Selbstläufer.

00:16:13: Aber theoretisch wenn man sich vorstellt dass wir es wirklich schaffen weniger Primärstoffe zu benötigen dann hätten wir zum Beispiel auch eine weniger negative Umweltauswirkung Menschenrechtsverletzungen im Bergbau.

00:16:25: Wir würden dadurch auch die Ursache von problematischen illegalen Abfallexporten bekämpfen.

00:16:30: Aber, und das ist wichtig – die Kreislaufwirtschaft wird auch als Jobmotor gesehen.

00:16:35: Und genau hier wird es dann schon wieder

00:16:36: kompliziert.".

00:16:59: Aber das ist halt kein Selbstläufer.

00:17:02: Und was meint sie damit?

00:17:03: Das Problem ist, viele Menschen im globalen Süden arbeiten jetzt schon in der Reparatur und im Recycling von Elektrogeräten aber wie gesagt unter oft prekären Bedingungen.

00:17:29: zum Spaß, dass sie sich diesen Gefahren aussetzen.

00:17:32: Das heißt man muss halt schauen welche Leute werden in globalen Wertschifffußketten?

00:17:38: für welche Leute verändert sich etwas?

00:17:39: Indem wir halt auf grösser Wirtschaft umstellen und wie können wir dafür sorgen das es sich nicht zum schlechteren sondern zum besseren für sie verändert?

00:17:47: also geht es darum diese informellen Arbeiter nicht einfach zu verdrängen sondern ihre Situation zu verbessern

00:17:55: Genau.

00:17:55: Und Professor Innocent hat mir das auch bestätigt, als ich ihn gefragt habe wie man die Situation verbessern kann, hat er gesagt es geht nicht darum den informellen Sektor abzuschaffen sondern ihnen zu formalisieren und sicherer zu machen.

00:18:15: Wenn wir einen Weg finden könnten den informellen Sektoren zu formalisiere so dass die wertvollen Teile entnommen werden aber auch die gefährlichen Komponenten Die Kartonstrahlen rollen, die Blei enthalten.

00:18:25: Die Kunststoffe, die persistente organische Schadstoffe enthalten mit umweltverträglichen Methoden behandelt werden dann wäre es eine Win-Win Situation.

00:18:36: Das klingt logisch aber warum passiert das nicht?

00:18:40: Professor Innocent sagt dass liegt vor allem an fehlender Durchsetzung von bestehenden Regeln.

00:18:50: Wir haben die Regulierung, wir haben die Politik.

00:18:53: Die Herausforderung ist die Durchsetzung.

00:18:55: Die schwache Durchsetzungen ist der Hauptgrund warum wir diese Probleme haben.

00:18:59: Die

00:19:00: zuständigen Behörden sind nicht ausreichend finanziert.

00:19:03: Es ist schwierig für sie durch die Städte zu gehen und täglich zu überwachen was passiert.

00:19:07: Das ist eine große Herausforderung.

00:19:11: Also fehlt es an Geld und Kapazitäten um die Regeln durchzusetzen.

00:19:16: Ja Und hier kommt dann eben die EU ins Spiel.

00:19:19: Ich habe Professor Innocent gefragt, was denn die EU tun könnte um diese Situation zu verbessern und er hat dann eine sehr konkrete Idee.

00:19:27: Die Original-Urna-Speed for their recycling when they get to the end of... In der

00:19:33: EU zahlen die ursprünglichen Besitzer für das Recycling wenn Geräte ihr Lebensende erreichen.

00:19:38: Das nennt man Erweiterte Herstellerverantwortung.

00:19:41: Wenn diese Geräten nun nach Nigeria exportiert werden und dort ihr Lebensender erreichen Was passiert mit den Mitteln?

00:19:47: Die Mittel sollten auch die Geräte begleiten.

00:19:49: Wir sollten berechnen können, wenn zum Beispiel zwei vierzig Fuß-Container mit gebrauchten Geräten monatlich aus Europa in Nigeria ankommen.

00:19:56: Sollten wir auch die Summe berechnenen können, die für das ordnungsgemäße Recycling an Europa verwendet worden wäre?

00:20:02: Dieses Geld sollte an die Produzentenverantwortungsorganisationen in Nigeria geschickt werden um Infrastruktur für die ordnungsmäßige Sammlung und Verwaltung dieser Geräthe bereitzustellen, wenn sie zu Abfall werden – und auch für Aufklärungsarbeit.

00:20:18: Das ist ja eine faszinierende Idee, dass sozusagen die Recycling-Gebühren, die in Europa gezahlt wurden den Geräten nach Nigeria folgen sollten.

00:20:27: Genau und das wäre auch gar nicht so schwer umzusetzen sagt er man bräuchte nur ein kleines Team das in europäischen und negerianischen Häfen die Container überwacht und dann könnte man schnell ermitteln wie viel Material exportiert wird.

00:20:40: Und Luisa teilt sie die Idee?

00:20:42: Ja, sie sagt die erweiterte Herstellerverantwortung könnte genauso reformiert werden das Mittel auch für andere Länder zur Verfügung gestellt werden.

00:20:51: De facto ist es einfach im Moment so dass weiterhin viele Produkte exportiert werden und dann auch sozusagen ein Teil dieses Geldes was dadurch entsteht stellen wir eben diesen Ländern zur Verfügung um ja sozial verträglicher und umweltverträgliche damit umzugehen.

00:21:07: genau das wären zum Beispiel Ideen.

00:21:09: Prof.

00:21:10: Innocent hat auch noch einen anderen Punkt genannt, es gibt nämlich auch große Forschungslücken.

00:21:15: Forrestals we know that this material size is what it will do don't know where.

00:21:21: Wir wissen dass diese Materialien exportiert werden aber wir wissen nicht wohin?

00:21:25: Wir müssen identifizieren wer verantwortlich ist.

00:21:28: Wer kauft diese Materialie?

00:21:30: Ist das ein registriertes Unternehmen?

00:21:32: Zahlte Steuern!

00:21:33: Wir müssen mehr Aufklärungsarbeit mit den informellen Akteuren leisten.

00:21:40: Also braucht es bessere Daten und mehr Transparenz in den Globalen liefern.

00:21:45: Genau, und Professor Innocent erwähnt noch was anderes Design for Recycling also das Geräte von Anfang an so gebaut werden dass sie leichter zu reparieren und zu recyceln sind.

00:22:01: Wenn Geräten modular aufgebaut sind wird es einfacher sein nicht funktionierende Teile auszutauschen Und wenn die Hersteller mehr Informationen über die Geräte bereitstellen, wird es den Technikern in Entwicklungsländern ermöglicht diese Geräste zu reparieren.

00:22:15: Wenn die Teile auch leicht verfügbar sind dann wird es einfacher sein Elektronik zu reparierend und wiederzuverwenden.

00:22:21: Wenn wir bei der Designphase beginnen wird es für uns einfacher seien diese Gerete zu verwalten wenn sie zu Abfall werden.

00:22:32: Das passt ja perfekt zu dem was Luisa über Ökodesign gesagt hat.

00:22:36: Aber sie hat auch eine Warnung.

00:22:39: Das ist natürlich auch erstmal positiv, wenn das so designt ist dass es besser repariert werden kann und die Materialien besser rausgezogen werden können.

00:22:47: Die Arbeiterinnen, die das im Moment tun, müssen natürlich erst mal wissen, dass es vielleicht dann leichtere Möglichkeiten gibt an diese Metallerranden zu kommen, die nicht so gesundheitsschädlich sind.

00:22:57: Sie brauchen trotzdem die Werkzeuge, sie brauchen trotzdem das Wissen über dieses Ökodesign und all sowas muss eben begleitet werden damit die positive Effekte sich... auch anderen Orten zeigen können.

00:23:08: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen, was schiefläuft und was besser werden muss.

00:23:12: Zurück zur EU – der Circular Economy Act soll ja dieses Jahr kommen!

00:23:16: Was sollte laut Luisa da drin stehen, damit er wirklich zu einer global gerechten Kreislaufwirtschaft beiträgt?

00:23:23: Luisa sagt das das Wichtigste ist dass die EU nicht nur an sich selbst denkt.

00:23:28: Ich glaube es ist wichtig zu verstehen Die Situation in den unterschiedlichen Ländern, wo zum Beispiel Elektroschott hin exportiert wird sehr unterschiedlich ist und dass man nicht einseitig aus der EU einen Ansatz etablieren kann und das dann funktioniert.

00:23:44: Die EU hat z.B.

00:23:46: angedeutet, dass sie sich Kreislaufwirtschaftspartnerschaften vorstellen könnte mit auch dem länderskubalen Südens.

00:23:51: Genau im Moment hört es sich sehr so an, dass die es hauptsächlich zur eigenen Rohstoffsicherung nutzen möchten.

00:23:56: Aber da wäre es eben sehr, sehr wichtig auch auf die Bedarfe der Leute dann eben in diesen Partnerländern einzugehen.

00:24:01: Also beispielsweise auch auf diese Situation von informellen Arbeiterinnen aber auch auf den existierenden Unternehmen der Kreislaufwirtschaften in diesen Ländern und also nicht nur auf die bedarf des europäischen Marktes.

00:24:14: Also Partnerschaften ja!

00:24:15: Aber echte Partnerschaft bei denen beide Seiten profitieren?

00:24:19: Genau.

00:24:20: Aber all das umzusetzen ist komplex.

00:24:22: Es bedeutet nicht nur Produktdesign und Regulierung neu zu denken, sondern auch die Konsequenzen jenseits Europas mitzudenken.

00:24:30: Und es erfordert mutige politische Führung und Initiative – etwas, dass alles andere als selbstverständlich ist?

00:24:37: Ja!

00:24:37: Und deshalb habe ich Luisa gefragt ob sie optimistisch über die Zukunft der Kreislaufwirtschaft in Europa isst.

00:24:44: Das ist eine schwierige Frage….

00:24:46: also ein bisschen klippig an, weil das glaube Auf der einen Seite bin ich optimistisch, weil mittlerweile viele verstanden haben wie wichtig Kreislaufwirtschaft aus so vielen Gründen ist.

00:24:56: Also umweltschutzresilienen etc.. Auf der anderen Seite sieht man trotzdem noch nicht die nötige Zugkraft sowohl politisch als auch wirtschaftlich dass sich wirklich etwas ändert in der Art wie wir Produkte produzieren und nutzen.

00:25:11: Genau!

00:25:12: Und der Fokus ist im Moment so stark einfach nur ausschließlich auf der Sicherung von Rohstoffe.

00:25:17: Also wirklich nur Materialien und die umpassenderen Ansätze der Kreislaufwirtschaft werden eben wenig gesehen.

00:25:25: Und auch in die industrielle Produktion stellt sich dann noch nicht um, genau.

00:25:32: Vorsichtiger Optimismus also.

00:25:34: man spürt dass das Bewusstsein da ist.

00:25:36: aber ob die Politik und die Wirtschaft wirklich mutig genug sind große Veränderungen anzustoßen das bleibt abzuwarten.

00:25:43: Ja, das stimmt.

00:25:44: Was mir bei diesen Recherchen klar geworden ist, wir reden über Kreislaufwirtschaft oft so als wäre das etwas Neues dass wir in Europa aufbauen müssen.

00:25:53: Aber in Wahrheit passiert es längst nur eben unter ganz anderen Bedingungen.

00:25:58: In Nigeria zerlegen hunderttausende Menschen unseren Elektroschrott.

00:26:02: Die holen Kupfer aus Kabeln die sie nachts verbrennen.

00:26:05: Sie arbeiten ohne Schutz ohne formelle Verträge aber sie sind Teil unserer Kreislaufwirtschaft schon heute Und gleichzeitig sind die Recyclingkapazitäten hier in Europa wirtschaftlich bedroht.

00:26:17: Luisa hat mir gesagt, viele Betriebe sterben gerade weil sie nicht konkurrenzfähig sind.

00:26:23: Also stehen wir im Prinzip vor einer Weichenstellung?

00:26:26: Ja und dieser Circular Economy-Actor könnte zeigen geht es der EU jetzt nur um die eigene Rohstoffsicherung oder schafft Sie es die Menschen mitzudenken die heute schon Teil dieser Kreisläufe sind auch eben wenn sie tausende Kilometer entfernt sind?

00:26:42: Eine Frage, die bleibt.

00:26:44: Danke, Vincent, dass du heute mit dabei warst!

00:26:46: Sehr gerne!

00:26:48: Das wars für heute – vielen Dank fürs Zuhören.

00:26:51: Diese Reihe und alle weiteren Podcasts der Heinrich Böll-Stiftung könnt ihr auf der Podcastapp eurer Wahl abonnieren.

00:26:58: Für Feedback & Kritik schreibt uns eine Mail an podcastadböll.de und empfehlt uns gerne weiter.

00:27:05: Dieser Podcast ist eine Produktion des Audio-Kollektivs.

00:27:08: Autor dieser Folge war Kevin Caners.

00:27:11: Nächste Woche geht es hier im Böl Podcast weiter mit einer Folge zur Lage in Syrien, ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes.

00:27:21: Mein Name ist Emily Tooney.

00:27:22: bis zum nächsten Mal bei Böl

00:27:29: podcast.

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